Leichte Sprache

Wir sind Waage e.V.

e.V. ist eine Abkürzung.

Sie bedeutet: eingetragener Verein.

Wir beraten Menschen zum Thema Ess-Störungen.

Ess-Störungen sind eine Krankheit.

Bei uns arbeiten mehrere Beraterinnen.

Sie sind Fachleute für Ess-Störungen.

Und sie haben viel Erfahrung.

Das steht im Text:

  1. Eine Ess-Störung ist eine Krankheit
  2. Es gibt verschiedene Arten von Essstörungen
  3. Unsere Beratung
  4. Kontakt

Wir machen verschiedene Dinge

  • Wir beraten Menschen zum Thema Ess-Störungen.
  • Wir haben Infos über Ess-Störungen.

In diesem Text finden Sie Infos über Ess-Störungen.
Und Infos über unsere Beratung.

1. Eine Essstörung ist eine Krankheit

Jeder kann die Krankheit bekommen.

Wenn eine Person die Krankheit hat,

kann sie nicht mehr richtig essen.

 

  • Vielleicht isst sie viel.
  • Vielleicht isst sie viel zu wenig oder gar nicht.

 

Essen ist wichtig für den Körper und für die Gesundheit.

Eine Ess-Störung ist eine gefährliche Krankheit.

Manche Menschen sterben an der Krankheit.

Aber man kann die Krankheit behandeln.

Und es gibt viele Hilfs-Angebote für Menschen mit der Krankheit.

Woher kommt die Krankheit?

 

Eine Ess-Störung hat mit dem Essen zu tun.

Aber das Essen ist nicht der Grund für die Krankheit.

Es gibt verschiedene Gründe für Ess-Störungen.

 

Hier sind 2 Beispiele:

1. Probleme mit dem Aussehen

 

Einige Menschen denken viel darüber nach,

wie sie aussehen.

Viele von ihnen mögen ihren Körper nicht.

Sie denken, dass sie zu dick sind.

Sie denken, dass andere Menschen sie nicht mögen.

Darum denken die Menschen oft über ihr Gewicht nach.

Oft wollen die Menschen abnehmen:

Auch wenn sie ein normales Gewicht haben.

Sie hören nicht mehr auf ihr Gefühl.

Zum Beispiel:

Sie haben Hunger,
aber sie essen nicht.

Später merken sie nicht mehr:

 

  • ob sie Hunger haben.
  • ob sie satt sind.

 

Manche Menschen bekommen davon eine Ess-Störung.

2. Probleme im leben


Jeder Mensch hat mal Probleme im Leben.

Zum Beispiel, wenn ein Familien-Mitglied stirbt.

Oder wenn die Eltern sich scheiden lassen.

Dann geht es allen Menschen schlecht.

Sie fühlen sich sehr traurig oder bekommen Angst.

 

Viele Menschen wollen dann alleine sein:

Sie machen nichts mehr mit der Familie oder mit Freunden.

 

Viele Menschen haben in ihrem Leben Gewalt erlebt.

Davon kann man psychische Probleme bekommen.

Das bedeutet: Es geht den Menschen sehr schlecht.

Sie fühlen sich schlecht.

Zum Beispiel: Viele Menschen denken dann, sie sind nichts wert.

Psychische Probleme sind ganz verschieden.

Ein psychisches Problem
kann auch ein Grund für eine Ess-Störung sein.

2. Es gibt verschiedene Arten von Ess-Störung

Die meisten Menschen kennen diese Arten:

 

  1. Mager-Sucht
    Das Fachwort ist: Anorexie
  2. Ess-Anfälle
    Das Fachwort ist: Binge-Eating
  3. Ess-Brech-Sucht
    Das Fachwort ist: Bulimie

Es gibt noch andere Arten von Ess-Störungen.

Das ist Mager-Sucht

Menschen mit Mager-Sucht essen viel zu wenig.

Oder sie essen gar nichts.

Das ist sehr gefährlich:

Sie nehmen sehr viel Gewicht ab.

Sie werden viel zu dünn.

Das nennt man auch: Unter-Gewicht.

Unter-Gewicht ist schlecht für den Körper und die Gesundheit.

Warn-Zeichen: Daran erkennt man Mager-Sucht.

  • Eine Person nimmt viel Gewicht ab.
  • Sie hat immer Angst, dass sie dick wird.
  • Wenn sie in den Spiegel schaut, findet sie sich immer zu dick. Auch wenn andere Menschen das nicht finden.
  • Die Person will immer alles richtig machen. Sie hat Angst vor Fehlern.
  • Sie tut sehr viele Dinge, damit sie dünn bleibt. Zum Beispiel: Sie macht sehr viel Sport.
  • Die Person denkt immer an Essen, an das Gewicht und an ihre Figur.

Das sind Ess-Anfälle

Menschen mit Ess-Anfällen essen sehr unterschiedlich:
Manchmal essen sie normal viel oder sogar zu wenig.
Aber dann haben sie starke Ess-Anfälle.
Dann essen sie sehr viele Dinge auf einmal.
Bei einem Ess-Anfall haben sie keine Kontrolle über das Essen.
Viele Menschen schämen sich nach einem Ess-Anfall.

Warn-zeichen: Daran erkennt man
Ess-Anfälle.

  • Eine Person isst sehr viele Dinge auf einmal. Das passiert oft heimlich.
  • Nach dem Ess-Anfall behält die Person das Essen bei sich. Sie geht nicht zum Klo und spuckt es wieder aus.
  • Die Person fühlt sich nach dem Ess-Anfall sehr schlecht.
  • Die Person merkt nicht mehr,
    wann sie satt ist.
    Auch wenn sie viel gegessen hat,
    kann sie noch mehr essen.

Das ist Ess-Brech-Sucht

Menschen mit Ess-Brech-Sucht haben Ess-Anfälle.

Dann essen sie sehr viele Dinge auf einmal.

Das passiert oft heimlich.

Oft essen Sie Dinge,
die sie im Alltag vermeiden.

Zum Beispiel Süßigkeiten oder fettiges Essen.

 

Nach dem Ess-Anfall wollen die Menschen das Essen wieder loswerden:

Manche Menschen spucken das ganze Essen wieder aus.

Einige Menschen nehmen Abführ-Mittel:

Das sind Medikamente,
von denen man Durchfall bekommt.

Einige Menschen machen auch sehr viel Sport.

Warn-Zeichen: Daran erkennt man Ess-Brech-Sucht.

  • Eine Person hat immer Angst, dass sie dick wird.
  • Wenn sie in den Spiegel schaut, findet sie sich immer zu dick. Auch wenn andere Menschen das nicht finden.
  • Die Person will immer alles richtig machen. Sie hat Angst vor Fehlern.
  • Sie tut sehr viele Dinge, damit sie dünn bleibt.
    Zum Beispiel: Sie macht sehr viel Sport. Sie nimmt Medikamente.
    Sie geht nach dem Essen zum Klo und spuckt das Essen wieder aus.
    Das passiert oft heimlich.
  • Die Person muss immer an diese Dinge denken:
    An ihr Gewicht und an ihre Figur.
    Und ob sie zuviel gegessen hat.

3. Unsere Beratung

Wer kann kommen?

 

Unsere Beratung ist für Menschen mit einer Ess-Störung.

Wir beraten auch ihre Familien und Freunde.

Dann können Sie zu uns kommen:

  • Sie haben eine Ess-Störung.
    Oder Sie sind nicht sicher,
    ob Sie eine Ess-Störung haben.
  • Sie kennen eine Person,
    die eine Ess-Störung hat.
    Oder Sie denken,
    dass die Person eine Ess-Störung hat.

Was passiert in der Beratung?

 

Sie kommen zu uns.
Sie treffen eine Beraterin.
Sie reden über Ihr Problem.
Zum Beispiel über Ihr Gewicht.
Oder Ihre Gedanken über das Essen.
Wir hören Ihnen zu.
Wir können Ihnen sagen,
ob Sie eine Ess-Störung haben,
wie man eine Ess-Störung behandeln kann.
Wir haben viele Tipps und Infos für Sie.
Und Sie können uns alles fragen.

Informationen zur Beratung

Kostet die Beratung?

 

Die Beratung ist kostenlos:
Sie müssen nichts bezahlen.

Sie dürfen eine Begleit-Person mitbringen.
Zum Beispiel eine Freundin.

Wir haben Schweige-pflicht.

 

Sie können uns alles sagen.
Wir sagen nichts weiter.
Das nennt man Schweige-Pflicht.
Sie wollen Ihren Namen nicht sagen?
Das ist ohne Problem:
Wir beraten Sie trotzdem.

 

Tipp:
Am besten machen Sie einen Termin für die Beratung.
Sie können uns anrufen oder eine E-Mail schreiben.
Sie können auch in die offene Sprech-Stunde kommen.

4. Kontakt

Adresse

 

Waage e.V.
Das Fachzentrum für Essstörungen
in Hamburg
Eimsbütteler Straße 53
22769 Hamburg

Telefon:

 

040 – 491 49 41

E-Mail

 

info@waage-hh.de

Unsere Sprechzeiten

 

Dann können Sie uns anrufen.

 

Montag 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr
Donnerstag 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr

 

Oder sprechen Sie auf den Anruf-Beantworter.
Sagen Sie Ihren Namen und Ihre Telefon-Nummer.
Wir rufen Sie dann zurück.

Offene Sprech-Stunde

 

Dann können Sie ohne Termin kommen.

 

Montag 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr

 

In dieser Zeit können Sie zu uns kommen.
Sie müssen nicht vorher anrufen.
Wichtig: Vielleicht kommen viele Menschen zur Sprech-Stunde.
Dann müssen Sie etwas warten.

Weg mit S-Bahn und U-Bahn:

 

Diese Haltestellen sind in der Nähe:

 

  • S-Bahn Holstenstraße
    Dort halten die Bahn-Linien: S11, S21, S31
    Der Fußweg zu uns dauert etwa 10 Minuten.
    Oder Sie nehmen die Bus-Linie 25 Richtung Sachsenstraße.
    Sie fahren eine Haltestelle bis zum Alsenplatz.
    Dann sind es noch 4 Minuten Fußweg.

 

  • S und U-Bahn Sternschanze
    Dort halten die Bahn-Linien: S11, S21, S31 und die U3
    Der Fußweg zu uns dauert etwa 15 Minuten.
    Oder Sie nehmen die Bus-Linie 15 Richtung Altona.
    Sie fahren eine Haltestelle bis Schulterblatt.
    Dann sind es noch 5 Minuten Fußweg.

 

  • U-Bahn Christuskirche
    Dort hält die Bahn-Linie: U2
    Der Fußweg zu uns dauert etwa 15 Minuten.

Weg mit dem Bus

 

Diese Haltestellen sind in der Nähe:

 

  • Bus-Haltestelle Alsenplatz
    Dort hält die Bus-Linie: 25

 

  • Bus-Haltestelle Schulterblatt
    Dort hält die Bus-Linie: 15

Wichtig für Menschen mit Geh-Behinderung

 

Unsere Beratungs-Stelle ist nicht barriere-frei
für Menschen mit Geh-Behinderung.
Unsere Beratungs-Stelle ist im 2. Stock.
Am Eingang gibt es Stufen.
Und es gibt einen engen Fahrstuhl.
Das bedeutet:
Menschen mit Rollstuhl
kommen vielleicht nicht in unsere Beratungs-Stelle.

 

Rufen Sie uns einfach an:

 

Wir finden eine Lösung.
Vielleicht machen wir die Beratung an einem anderen Ort.

Infos zum Text:

  • Die Übersetzung in Leichte Sprache ist von:
    Büro für Leichte Sprache Hamburg, Internet: www.LS.LHHH.de
  • Der Text ist geprüft:
    Von Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Campus Uhlenhorst
  • Die Zeichnungen sind von:
    © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.
    © Europäisches Logo für einfaches Lesen: Inclusion Europe.
    Weitere Informationen unter www.leicht-lesbar.eu

Mit freundlicher Unterstützung von der Aktion Mensch.